Welche Massnahmen wurden bis heute ergriffen?
Welche Verbesserungen wurden bisher erreicht, was bleibt zu tun?
Von welchen geplanten Massnahmen erhofft man sich besonders viel Wirkung?
Was kann man von kurzfristigen Massnahmen erwarten?


 
 
 
 

Was kann man von kurzfristigen Massnahmen erwarten?

Kurzfristige lokale Massnahmen (z.B. örtlich begrenzte Fahrverbote), die bei hohen Belastungen ergriffen werden, können zumindest das Bewusstsein der Bevölkerung für die Schadstoff-
problematik erhöhen. Allerdings beeinflussen diese vorübergehenden Massnahmen die momentane Ozonbelastung nur wenig, weil sie erst zum Tragen kommen, wenn die Schadstoffkonzentration in der Luft bereits übermässig hoch ist.

Die behördliche Vereinigung der kantonalen und kommunalen Luftreinhalte-Fachleute der Schweiz (Cercl’Air) hat in Zusammenarbeit mit dem BUWAL ein Positionspapier zum koordinierten Vorgehen bei ausserordentlichen Sommersmog-Belastungssituationen erstellt (Cercl’Air 2004). Darin werden verschiedene Optionen zur kurzfristigen Reduktion der Ozonbelastung evaluiert und quantifiziert.

In Frage kommen allenfalls folgende Massnahmen: die Einschränkung von alten Last- und Personenwagen mit einem besonders hohem Schadstoffausstoss (so genannte EURO 0), die Einschränkung von Mofas und Motorrollern mit 2-Taktmotoren, Temporeduktionen auf Autobahnen. Auch eine Kombination von verschiedenen Massnahmen führt nur zu einer geringen (1-2 %) Verminderung der Ozonbelastungsspitzen. Solche Massnahmen haben aber auch eine direkte und spürbare Verminderung (5-10 %) der Stickoxid- und Feinstaub-Emissionen zur Folge.

Die Gesamtbelastung durch den Mix der Sommersmog-Schadstoffe kann somit gesenkt werden, was sich aufgrund der Kombinationswirkung dieser Schadstoffe positiv auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirkt. Bedarf für solche Massnahmen liegt insbesondere in der Region Südtes-sin/Lombardei, wo die Sommersmog-Belastung die höchsten Werte erreichen kann
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PDF “Behörden”